Quartier-Neugestaltung und neues Verwaltungszentrum, Nizza

mit Livio Vacchini

Die Stadt Nizza stellt ein ehemaliges Bahnareal als Planungsperimeter zur Verfügung, das an der Schnittstelle zwischen Alt- und Neustadt liegt. Es handelt sich um einen Restraum, ohne Ordnung, ohne Form.
Hier soll ein neues Stadtzentrum entstehen, ein Ort von Bedeutung und Identität, der die Entwicklung der angrenzenden Quartiere auslösen kann. Das Programm beinhaltet das neue Rathaus, die gesamte Administration der Stadt Nizza und öffentliche Funktionen. Das Projekt besteht aus 4 Elementen, die gleichzeitig einzeln und als Ganzes gelesen werden. Vier Quadrate in einer präzisen Setzung: Rathaus, Administration, Wasserspiegel, Palmenhain. Einheit, Vielfalt, voll, leer, spezifisch, universell (50x50x50m).
Die 2 Gebäude berühren den Stadtboden nur mit 4 Stützen und 4 Erschliessungskernen; sie scheinen über dem Erdgeschoss zu schweben. Die 4 quadratischen Fassaden wirken als gelochte Träger aus weissem Beton, an denen die Böden aufgehängt sind. Das freie Erdgeschoss gehört der Stadt, der Öffentlichkeit und gewährt den Zugang zu den öffentlichen Nutzungen. Die beinahe stützenlosen Geschossflächen ermöglichen höchste Nutzungsflexibilität.



Auslober:
Stadt Nizza (F)


Planung:
Architekturbüro
Silvia Gmür + Livio Vacchini,
Basel, Locarno
Statik: Prof. Ing. Aurelio Muttoni, Lugano

Landschaftsarchitektur: Bruel-Delmar, Paris

Städtebau: Christian Devillers, Paris
Fachplanung:
Sudéquip, Nice

Bruttogeschossfläche:
54 808 m2

Geschätzte Kosten:
637 000 000 FF
Neugestaltung des Quartiers "Libération-Malausséna" und Projekt für das neue Verwaltungszentrum mit Rathaus in Nizza

Wettbewerb:
1999-2001 (2. Preis)